Responsive Design: Geschäftsmodell für Online-Medien

Seit nunmehr fast 2 Jahren entwickelt echonet intensiv Webauftritte mit der Vorgabe "Responsive Webdesign". Nicht alle, aber zumindest einige unserer Plattformen sind auch als Werbeträger im Einsatz. Zeit also für eine kleine Bilanz im Vergleich zwischen klassischen Webseiten und responsive Webseiten.

Statistikauswertung: Klickraten auf Ads - Responsive Design vs. Desktop-Design © echonet communication GmbH

  • Statistikauswertung: Klickraten auf Ads - Responsive Design vs. Desktop-Design © echonet communication GmbH .
  • Statistikauswertung: Einnahmen pro 1000 Aufrufe für Werbeanzeigen - Responsive Design vs. Desktop-Design © echonet communication GmbH .
  • Statistikauswertung: Klickraten auf Ads - Responsive Design vs. Desktop-Design © echonet communication GmbH
  • Statistikauswertung: Einnahmen pro 1000 Aufrufe für Werbeanzeigen - Responsive Design vs. Desktop-Design © echonet communication GmbH

Nur keine eigene mobile Webseite

Wer mit Auftritten im Internet auch Geld verdienen muss oder zumindest diese Seiten mit Werbeeinnahmen ein wenig finanziell "aufpeppeln" will, ist oftmals nicht nur auf Sichtkontakte sondern inzwischen auch auf Klicks auf diese Anzeigen angewiesen. Klassische Vermarkter versuchen immer noch - und das ist für den Betreiber der Webseite oft das angenehmste - die Anzeigen nach einem "Tausender-Kontakt-Preis" (also mit einem Preis pro 1.000 Sichtkontakte) zu verkaufen. Die global agierenden Netzwerke dagegen bieten diesen Vorteil für die Webseiten-Betreiber nur sehr selten. Ihr Geschäftsmodell ist zumindest mit dem Nachteil versehen, dass die Auszahlung von Werbeeinnahmen nicht an den Sichtkontakten sondern an den Klicks hängt.

Affiliate-Programme mit Pay-per-Lead oder Pay-per-Sale

Noch schwieriger für den Betreiber einer Webseite wird es Einnahmen mit Programmen - vorwiegend sogenannte "Affiliate-Programme" zu erzielen, wenn diese auf "Pay per Lead" (also Abrechnung pro erzeugter Kunden-Interakion, zB Eintragung in den Newsletter, Teilnahme am Gewinnspiel, Teilnahme an der Umfrage...) oder gar "Pay per Sale" (also nur dann, wenn tatsächlich vom Werber ein Produkt über dessen Webshop verkauft wurde) setzen.

Einfacher dagegen ist es ein wenig zusätzliche Einnahmen über sogenannte Pay-per-Click-Programme zu verdienen. Nicht ausschließlich, aber doch am stärksten ist hier auf dem internationalen Markt das Programm "Google Adsense™". Durch das Einbinden der Werbeanzeigen von Google erspart sich der Webseiten-Betreiber zumindest die Aquisitions-Arbeit für die Gewinnung von Online-Inseratekunden. Die Bezahlung ist dabei aber natürlich oftmals so, dass sich ein professioneller Webauftritt nur schwer "rechnen" kann.

Einnahmenverstärkung per Responsive Webdeisgn

Unsere kleine Bilanz, die wir über einige der Webseiten gelegt haben, die auch auf Basis von Online-Werbung funktionieren, zeigt eine kleine Überraschung.

Exkurs Messmethode: Um eine gewisse "Grundgerechtigkeit" zwischen klassischen (Desktoporientierten) Webseiten und dem Einsatz von "Responsive Webdesign" herzustellen, haben wir das Desktop-Niveau auf 1:1 gesetzt, obwohl auch die Desktop-Einnahmen bei den herangezogenen Webseiten höher waren, wenn ein responsive Design im Einsatz war. Danach wurden die beiden zusätzlichen Größen "Tablet" und "High-End-Smartphone" in den Vergleich gesetzt.

Was bringt responsive Webdesign für die Einnahmen?

Zunächst: Am stärksten divergieren die Klickraten natürlich für die mobile Kundschaft, denn auf nicht responsive Design-Webseiten ist selten eine Anzeige am Smartphone wirklich gut lesbar, sofern man nicht zielgerichtet auf diese Anzeige zoomt. So wird natürlich klar, dass die mobilen Klickraten auf responsive Design-Webseiten ein vielfaches von dem ausmachen, was Smartphone-User auf nicht für Smartphones optimierten Seiten an Klicks generieren.

Spannend ist aber nicht diese Erkenntnis. Viel spannender ist das Ergebnis der Tablet-Nutzer, denn diese offenbaren sich in allen Zahlen - auch in den Einzelwerten der Webseiten, die wir für die Statistik erhoben haben, als die eigentliche "Cash-Cow". Wie in der Statistik "Klickraten" zu ersehen ist, klicken sie zwar im responsive Design nicht so oft, wie die Smartphone-Nutzer. Dagegen stehen aber höhere Einnahmen pro 1.000 Seitenaufrufe mit Tablet-Nutzern. Der Grund dafür ist relativ einfach: Tablet-Nutzer sind offenbar derzeit noch sehr empfänglich für Online-Werbung und die Werbepreise für Bieterprogramme wie Google Adsense sind für Tablet-Anzeigen auch höher, da einfach mehr "Fläche" bzw. Information in das Inserat passt.

Unabhängig von der "Werbetauglichkeit" der Webseiten, die Seiten mit responsive Design wurden auch sonst teilweise mit mehr und besseren Werbeplätzen ausgestattet (aber hier in der Statistik durch den Angleich der Desktop-Werte auf 1:1 korrigiert), konnten trotzdem mit mobilen Endgeräten mehr als doppelt so hohe Einnahmen und mit Tablets mehr als 15 % Einnahmensteigerung durch den Einsatz von responsive Design realisiert werden.

Bei den Messungen wurden die Quartale 1 - 3 2013 berücksichtigt, also die Werte verschiedener Webseiten von 1. 1. 2013 bis 30. 9. 2013.

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