QR-Code oder 2D-Code

Der QR-Code ("quick response code") oder auch "2D-Code" ist eine Nachempfindung der Strichcodes, die von Supermärkten seit der Einführung der Scannerkassen wirklich bekannt sind.

VCard echonet - Visitenkarte als QR-Code © echonet

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  • VCard echonet - Visitenkarte als QR-Code © echonet .
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Darum geht es hier: Über die Kamera eines Handys, kann man einen QR-Code einlesen. Damit ersparen sich die Anwender das mühsame Abtippen einer Webadresse im Mobiltelefon. Aber nicht nur Webadressen, auch ganze Visitenkarten lassen sich in QR-Codes verpacken.

Bequeme Lösung für Smartphone-Nutzer

QR-Codes / 2D-Codes stellen eine bequeme Lösung für Nutzer von intelligenten Telefonen (sog. "Smartphones") dar. Sie können mit der Kamera das Handys aufgenommen werden und die dazugehörige Software ersetzt den Code durch eine bestimmte Information.

So kann mit der richtigen Software am Handy beispielsweise ein Link über einen solchen Code eingelesen werden, man muss die Webadresse dann nicht mehr abtippen. Dies ist gleichzeitig die häufigste Verwendung der Codes. QR-Codes können aber noch mehr: Auch vollständige Visitenkarten mit Adressangabe können in solchen Codes verpackt werden und dann automatisch auf das Handy "aufgelesen" werden.

QR-Codes für Smartphones

Ob für das iPhone von Apple, die Handys von Sony, Samsung und HTC mit dem Google Betriebssystem "Android", die Symbian-Serie von Nokia oder Blackberry von RIM. Nahezu für jedes Handy, für das Software zum Download zur Verfügung steht, gibt es auch einen QR-Code-Leser, also ein Programm das sich der Kamera des Mobiltelefons bedient und QR-Codes interpretieren kann.

Hintergrundwissen über QR-Codes

Geschichte der QR-Codes

Eigentlich wurden die 2-dimensionalen Codes als Anforderung für die Kennzeichnung von Bauteilen in der Automobilindustrie eingesetzt. Der Konzern Toyota forderte das von seinen Zulieferern ein. Ein Zulieferer Namens "Denso" entwickelte diese Codes. Inzwischen haben QR-Codes das Web erobert und Verlinkungen zwischen der Realität und der Virtualität geschaffen. Beispielsweise sind an vielen Orten auf wichtigen Gebäuden (öffentl. Einrichtungen, Kirchen, Museen...) QR-Codes angebracht. Über die QR-Codes gelangen die Anwender oft auf den Wikipedia-Eintrag über das Gebäude und können sich so am Handy bequem Informationen abrufen.

Lizenzschutz - Kosten für den Einsatz von QR-Codes

Die japanische Firma Denso hält das Patent auf die QR-Codes, hat aber auf seiner Webseite festgelegt, dass QR-Codes im Sinn offen sind, die Spezifikation öffentlich ist und dass das Patent nicht angewandt wird. Dementsprechend haben sich vor allem in Japan die QR-Codes auch in der Werbung durchgesetzt - sie sind auf zahllosen Plakatwänden zu finden. Das Verwenden von QR-Codes ist gratis, die Herstellung von QR-Codes für verschiedene Informationen im Internet ist ebenfalls auf vielen Gratis-Diensten möglich.

Technisches über QR-Codes

Die 2-dimensionalen Codes bestehen aus mehreren Grundelementen. An 3 Ecken sind markante Quadrate angebracht, ein viertes Quadrat dient dann noch zusätzlich der Orientierung. Weiters sind Versionsinformationen über die Version des QR-Codes im Code versteckt. Der Rest sind Daten. Je größer die Datenmenge ist, desto feiner wird der Code - mit dem Resultat, dass er immer schwerer "Lesbar" für die Geräte wird.

Grobe QR-Codes mit wenig Information sind daher leichter nutzbar, weil die Scanner (zB Kamera im Handy) sie leichter erkennen. Das ist einer der wesentlichen Nutzungsformen von sogenannten "Kurz-URL-Diensten", also Angeboten im Web, die eine lange Internetadresse in eine zwar kaum ausprechbare aber dafür umso leichter codierbare Internetadresse verwandeln.

Lesen Sie auch über die Funktionsweise der Codes die Informationen über QR-Codes in der deutschsprachigen Wikipedia.

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