echonet beerdigt mobile Website

18.12.2012

Web-Agentur echonet hat ihren mobilen Webauftritt gelöscht. Die aktuell immer größer werdende Gerätevielfalt gab den Ausschlag zu dieser Entscheidung.

Beerdigung: Begräbnis der mobilen Webseite von echonet © echonet communication GmbH

  • 1 / 1
  • Beerdigung: Begräbnis der mobilen Webseite von echonet © echonet communication GmbH .
  • Beerdigung: Begräbnis der mobilen Webseite von echonet © echonet communication GmbH

"Traurig aber wahr: Wir haben unseren mobilen Webauftritt geliebt, aber es ist einfach für uns nicht mehr tragbar, eine mobile Version der Webseite zu betreiben", resümiert echonet-Geschäftsführer Roland Vidmar. Obwohl alles konsequent über das gleiche Content-Management-System befüllt war und keine zusätzliche Arbeit bedeutet hat, hält die Wiener Web-Agentur echonet ihren mobilen Webauftritt für nicht mehr zeitgemäß.

Nach der Realisierung unterschiedlicher Projekte unter anderem für das Bank Austria Kunstforum, das Lesefest "Rund um die Burg", den Ambient Media-Spezialisten freecard, die Wasser-Informationsseite "Generation Blue" für das Lebensministerium oder die PR- und Kommunikationsagentur leisure communications trennt sich die Web-Agentur nun selbst von ihren mobilen Unterseiten. Subseiten wie m.echonet.at gehören nunmehr der Vergangenheit an: Der gesamte Online-Auftritt ist auf allen Endgeräten einheitlich und optimiert dargestellt unter http://www.echonet.at ersichtlich. Im Hintergrund steht das bewährte Content Management Systems "content.life 3", das von echonet inhouse entwickelt wurde.

364 verschiedene Bildschirmauflösungen.

Mit fast jedem neuen mobilen Endgerät, folgt auch eine neue Bildschirmauflösung, die auf dem Markt präsent ist. Genauer gesagt in vielen Fällen sogar 2 neue Bildschirmauflösungen: Eine für das Portrait-Format und eine für die Landscape- also Quer-Darstellung.

Das gilt nicht nur für Smartphones, sondern auch für Tablets, Sub-Notebooks und PCs. "Alleine 2012 haben wir in unserer Statistik 364 unterschiedliche Bildschirmauflösungen von Besuchern auf echonet.at gemessen", schildert Vidmar das Problem. "Wer weiß, was da noch alles kommt? TV-Geräte, Kühlschränke, Bordcomputer in Autos, auf Motorrädern oder Fahrrädern?", so Vidmar weiter.

Responsive Webdesign: Eine Webseite für alle Nutzer

Die Webseite http://www.echonet.at wurde so programmiert, dass die Seite für alle denkbaren Geräte optimiert ist. Alleine die Tatsache, dass die Agentur im Social Media-Bereich engagiert ist, machte dies notwendig. Systeme wie Facebook werden derzeit zu mindestens 30 Prozent mobil genutzt. "Sie können dort nicht einmal ohne Bedenken einen Link posten, wenn Sie überhaupt nicht wissen, welches Gerät ihr Besucher verwendet. Klar hatten wir unser System so programmiert, dass mobile Geräte auf die richtige mobile Seite umgeleitet. Aber was zeigen Sie einem Nutzer von einem 7-Zoll-Tablet an: Die zu kleine PC-Version oder die überdimensional große Mobil-Version? Und was machen Sie, wenn der Nutzer das Gerät plötzlich horizontal statt vertikal hält?", fragt Vidmar. Diese Fragen hat sich das Team von echonet gestellt und den Webauftritt entsprechend umgebaut.

Spaßfaktor "Browser ziehen"

Responsive Webdesign zu erleben, hat sich zu einem kleinen Spaßfaktor unter Entwicklern gemausert. Mit der Maus wird am Bildschirm einfach der Browser horizontal zusammengeschoben und wieder aufgezogen. Dahinter baut sich blitzartig der Webauftritt entsprechend um. Erstmals zeigte die Agentur dies am neuen Webauftritt des Bank Austria Kunstforums Anfang 2012. Über diese Technik und ihren Nutzen hat echonet-Geschäftsführer Roland Vidmar auch beim Kulturinvestkongress Ende Oktober in Berlin vorgetragen.

« zurück zur Übersicht